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Rückgrat trifft Kultur - Othello

Kultur trifft Rückgrat – Bernd Lafrenz spielt Othello

Und wer ist nun, der sagt, ich sei ein Schurke?
– Jago, Akt II, Szene III

Dinge, leicht wie Luft, sind für die Eifersucht Beweis, so stark Wie Bibelsprüche.
– Jago, Akt III, Szene III

Es ist der Männer Schuld, dass Weiber fallen
– Emilia, Akt IV, Szene III

Ein ruhmreicher General, ein übergangener Fähnrich, ein Freund und Trinker, zwei hübsche Venezianerinnen und die italienische Küste. Wunderbar! Das ist die Kulisse vor der William Shakespeare seine Tragödie Othello – Der Mohr von Venedig spielen lässt.

Dies ist auch das Stück zu dem die Plüddemann Unternehmensgruppe seine 10-jährigen Rückgrat Mitlieder dieses Jahr einladen möchte. Am Dienstag, den 27. November um 19.30 Uhr in der Wodan Halle in Freiburg. Ein besonderer Abend von William Shakespeare, aber mit Bernd Lafrenz! Bereits in den letzten zwei Jahren zeigte uns der Regisseur und Schauspieler Bernd Lafrenz die Tragödien Romeo & Julia und Macbeth als Solo-Komödie. Beides waren sehr gelungene Abende mit viel Applaus. Auch Othello bringt Bernd Lafrenz meisterhaft auf die Bühne. Freuen Sie sich auf einen besonderen Abend mit der PU-Gruppe!

Karten für die Vorstellung gibt es ab sofort in jedem Rückgrat Center
und im VERSO Premium-Resort!
Bernd Lafrenz spielt Othello

Wer spielt Othello?

Der Star unseres frei-komischen Theaterabends ist Bernd Lafrenz. Er ist Theaterschauspieler, Komödiant, Autor, Theaterregisseur Theaterleiter und widmet sich nun schon seit mehr als 30 Jahren der Adaption und Darstellung von William Shakespeares Stücken als Solo-Komödien.

Geboren wurde Bernd Lafrenz 1955 in Kiel. Dort studierte er Schauspiel in Paris und Clown bei Johannes Galli in Freiburg. 1982 gründet er das Theater König Alfons, in welchem er mit Freunden Clown-Theaterstücke aufführt. Im selben Jahr begann Bernd Lafrenz auch seine Karriere als Solo-Künstler, welche er in den folgenden Jahren erfolgreich ausbaute. Sehr angetan war er von Maskentheaterstücken, worauf er auf den Gedanken kam, diese Schauspieltechnik mit klassischem Stoff zu verbinden. Er verehrte insbesondere den klassischen Autor William Shakespeare für seine Fähigkeit, den Menschen in unterschiedlichster Weise einen Spiegel vorzuhalten, wodurch Shakespeares Themen immer aktuell bleiben. Bernd Lafrenz erarbeitete eine erste Adaption von Hamlet, gefolgt von Macbeth und Othello, welche er jeweils auf seine ganz eigene Art parodierte. Aus altbekannten Dramen und Tragödien, machte er geistreiche Komödien. Sein Publikum ist begeistert, bis heute. Bernd Lafrenz reist weiterhin durch ganz Deutschland und gibt vor immer gefüllten Zuschauerrängen sein Repertoire zum Besten. Dabei begnügt er sich nicht mit altbekanntem, sondern hat, seit seiner Einladung zu den Weimarer Shakespeare-Tagen der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft 2000 und verschiedenster anderer internationaler Events und Ehrungen, sein Shakespeare Programm stetig erweitert.

Ein Mann also, den sogar Shakespeare sicherlich einmal gerne kennen gelernt hätte.
Wie üblich in Shakespeares Stücken gibt es eine Flut von Charakteren, Verwicklungen und Monologen. Bei Othello ist das nicht anders. Worum geht es also?

Zitat aus Othello Jago spricht

Worum geht es bei Othello?

Das Stück Othello spielt in Venedig zur Zeit der Renaissance. Es handelt von dem venezianischen General Othello und seiner Ehe zu seiner Frau Desdemona. Othello ist ein hochangesehener Feldherr und Kriegsheld. Desdemona, der Inbegriff einer liebevollen Ehefrau. Dieses Idyll könnte so schön sein. Dann wäre es aber keine Tragödie. Desdemonas Vater Brabantio hält nämlich gar nichts von der Ehe seiner Tochter zu Othello. Kriegsheld hin oder her. Mehr noch als Brabantio ist es aber einer von Othellos Offizieren, der Fähnrich Jago, der diesem sein Glück und seinen Ruhm nicht gönnt. In den Augen von Jago hat ihn Othello bei einer kürzlich erfolgten Beförderung übergangen. Diese und weitere Gründe sind für Jago genug, um eine Intrige gegen Othello zu spinnen. Jago liefert Othello beweise dafür, dass Desdemona angeblich eine Affaire mit Othellos Freund und Stellvertreter Cassio hat. Othello wird von Eifersucht gepackt und macht sich daran, Desdemona zur Rede zu stellen. Die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Was sind die Themen des Stücks?

Das dominierende Thema des Stücks Othello ist Eifersucht. Eifersucht von Othello auf Cassio wegen der angeblichen Affäre zu Desdemona. Eifersucht von Jago auf Cassio wegen seiner Beförderung. Oder der Eifersucht von Jago auf den erfolgreichen Othello. Weitere Themen sind Liebe und Frauenfeindlichkeit. Frauen werden von Männern in dem Stück zwar umworben, jedoch als Person nicht ernst genommen und bevormundet. Desdemona lässt sich dies nicht gefallen und entscheidet sich, so zum Beispiel, bewusst für Othello gegen den Willen ihres Vaters. Für ihre Zeit ist sie fast schon eine Rebellin. Leider ist Othello trotz seines ehrenhaften Charakters nicht anders als die anderen Männer. Er denkt Desdemona liebe ihn nur wegen seines Ruhms und versucht sich ihr gegenüber gut dazustehen.

Noch dominanter jedoch sind die Themen Klassenunterschiede, Fremdenhass und Rassismus. Der Untertitel des Stücks lautet „Der Mohr von Venedig“ und gibt somit einen Hinweis auf die Hautfarbe von des Protagonisten Othello. Othello ist kein geborener Venezianer, sondern hat sich seine Stellung in der Gesellschaft dieser Zeit hart erarbeitet. Obwohl das Stück selbst keinen Hinweis zu seiner Herkunft gibt, ist davon auszugehen, dass Othello aus einfachen Verhältnissen stammt. Er gibt sich alle Mühe in der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Er ist sich bewusst, dass er durch seinen Erfolg nicht allseits beliebt ist. Deswegen versucht er venezianischer zu sein als die Venezianer. Er ist der perfekte Edelmann bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Eifersucht gegenüber seiner Frau überhandnimmt. Seine Neider können ihm sein tadelloses Verhalten nicht zum Vorwurf machen. Noch ihn für sein Auftreten oder seine Manieren kritisieren. Deswegen lassen sie sich über seiner Hautfarbe und seiner Abstammung aus. Das Einzige wogegen sich Othello nicht wehren kann.

Othello mit Bernd Lafrenz

Warum sollte ich das Stück sehen?

Othello ist eines der prominentesten Stücke zum Thema Eifersucht. Wenn auch kein schönes Gefühl, schaut man doch jedes Mal gebannt zu, wie Jago es schafft, Othello sein bitter-süßes Gift einzuflößen. Othello ist nicht für so blumige Zitate bekannt, wie Romeo und Julia. Auch nicht für Blut und Morde, wie Hamlet oder Macbeth. Die Spannung liegt in den Wortwechseln der Personen selbst.

Durch das Thema Rassismus und Fremdenhass gegenüber Othello bleibt das Stück aktuell. Literaturhistorisch ist interessant, dass das Thema Rassismus erst Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Stück erstmals in Verbindung gebracht wurde. Das Wort ‚Mohr‘ war für einen Londoner des elisabethanischen Zeitalters lediglich eine Herkunftsbezeichnung für eine Person aus dem arabischem Raum. Es hatte nichts mit der beleidigenden Bedeutung zu tun, die wir heute mit dem Begriff assoziieren. Für Shakespeare handelte das Stück Othello allein von Liebe und Eifersucht. 400 Jahre alt und immer noch aktuell.

Mit dieser kurzen Einführung, wünschen wir Ihnen einen schönen Abend!

Kultur trifft Rückgrat: Rückblick – Macbeth

Am 22.11. sahen wir uns zusammen die Shakespeare Solo Komödie „Macbeth“ von Bernd
Lafrenz an. Die Wodan Halle war prall gefüllt. Es war ein toller Abend!

Hier einige Impressionen des Events:

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Wir freuen uns schon auf eine Wiederholung!

 

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Kultur trifft Rückgrat: Bernd Lafrenz spielt Macbeth

Das Rückgrat Sport- und Gesundheitscenter möchte Sie am 22.11.2017 ab 19:30 Uhr zu dem neusten Event unseres Programms Kultur trifft Rückgrat einladen. Dieses Mal mit dem Theaterstück Macbeth und dem grandiosen Bernd Lafrenz.

Macbeth – Sein Meister

Der Star unseres frei-komischen Theaterabends ist Bernd Lafrenz. Er ist Theaterschauspieler, Komödiant, Autor, Theaterregisseur Theaterleiter und widmet sich nun schon seit mehr als 30 Jahren der Adaption und Darstellung von William Shakespeares Stücken als Solo-Komödien.

Geboren wurde Bernd Lafrenz 1955 in Kiel. Dort studierte er Schauspiel in Paris und Clown bei Johannes Galli in Freiburg. 1982 gründet er das Theater König Alfons, in welchem er mit Freunden Clown-Theaterstücke aufführt. Im selben Jahr begann Bernd Lafrenz auch seine Karriere als Solo-Künstler, welche er in den folgenden Jahren erfolgreich ausbaute. Sehr angetan war er von Maskentheaterstücken, worauf er auf den Gedanken kam, diese Schauspieltechnik mit klassischem Stoff zu verbinden. Er verehrte insbesondere den klassischen Autor William Shakespeare für seine Fähigkeit, den Menschen in unterschiedlichster Weise einen Spiegel vorzuhalten, wodurch Shakespeares Themen immer aktuell bleiben. Bernd Lafrenz erarbeitete eine erste Adaption von Hamlet, gefolgt von Macbeth und Othello, welche er jeweils auf seine ganz eigene Art parodierte. Aus altbekannten Dramen und Tragödien, machte er geistreiche Komödien. Sein Publikum ist begeistert, bis heute. Bernd Lafrenz reist weiterhin durch ganz Deutschland und gibt vor immer gefüllten Zuschauerrängen sein Repertoire zum Besten. Dabei begnügt er sich nicht mit altbekanntem, sondern hat, seit seiner Einladung zu den Weimarer Shakespeare-Tagen der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft 2000 und verschiedenster anderer internationaler Events und Ehrungen, sein Shakespeare Programm stetig erweitert.

Ein Mann also, den sogar Shakespeare sicherlich einmal gerne kennen gelernt hätte.

Bernd Lafrenz als Macbeth

Macbeth – Eine Zusammenfassung

Wann kommen wir drei uns wieder entgegen? 

– Im Blitz, im Donner oder im Regen?

-1. Akt, 1. Szene, Hexen-

Mit diesen düsteren Worten eröffnet der britische Dramatiker William Shakespeare eines seiner erfolgreichsten Theaterstücke, Macbeth. Die um 1606 veröffentlichte Tragödie gehört zu den beliebtesten und seit seiner Entstehung am meisten wiederaufgeführten von Shakespeares Werken. Und das trotz, oder gerade wegen, seiner blutigen und dramatischen Handlung. In seinem Stück zeigt Shakespeare, wie zerbrechlich die Welt sein kann und wie wenig man tun muss, um diese aus den Fugen zu bringen. Es handelt davon, wie beeinflussbar der Mensch durch Gott und Geister ist und wirft die Frage auf, ob man dem Teufel trauen kann, auch wenn er die Wahrheit spricht.

Die beiden schottischen Generäle Banquo und Macbeth reiten, nach einer entscheidenden Schlacht, siegreich zurück zur Burg des schottischen Königs Duncan. Auf dem Weg begegnen ihnen drei Hexen, welche eine fantastische Prophezeiung geben. Macbeth soll der Graf von Cawdor werden und später sogar König. Auch sein Freund Banquo erhält eine seltsame Prophezeiung. Dessen Kinder sollen eines Tages auch Könige werden. Der alte Graf von Cawdor lebt aber noch. Der König ebenso. Außerdem sind weder Macbeth noch Banquo von königlichen Blut. Beide schenken den Worten der Hexen keinen Glauben und reiten weiter. Kurz darauf kommen ihnen ein Bote des Königs entgegen und verkündet, dass nach dem Tod des alten Grafen und als Belohnung für seine Taten, Macbeth von nun an Graf von Cawdor sein soll.  Macbeth ist überwältigt und macht sich Gedanken, ob er vielleicht wirklich König werden wird. Banquo bleibt gelassen und ermahnt ihn, dass dunkle Kräfte Menschen nur verführen und sie ins Verderben treiben wollen. Macbeth beschließt, es dem Schicksal zu überlassen, ob er König sein soll. Zuhause auf der eigenen Burg erfährt Lady Macbeth von der Prophezeiung. Fasziniert von der Vorstellung Königin zu sein, erkennt sie aber, dass Macbeth nicht ‚Mann‘ genug ist, um die Prophezeiung zu erfüllen. Als sie hört, dass König Duncan bei ihnen zu Gast sein wird, fasst sie einen Plan, den König im Schlaf zu erdolchen. Nach einiger Überredung stimmt Macbeth diesem teuflischen Plan zu. Sie begehen den Mord und beschuldigen die Diener des Königs.

Die beiden Söhne des toten Duncan, Malcolm und Donalbain erkennen, dass sie nicht mehr sicher sind und fliehen. Es wird angenommen, dass sie ihren Vater ermordet hätten und deswegen geflohen seien. Macbeth wird zum König gekrönt. Die Prophezeiung hat sich erfüllt. Macbeth aber wird von seinem schlechten Gewissen geplagt und durch den Gedanken, vielleicht nur zu Banquos Nutzen gehandelt zu haben. Denn Macbeth selbst hat keine Kinder. Banquo aber einen Sohn, der, laut der Prophezeiung, eines Tages König sein wird. Er bekommt es mit der Angst zu tun und beauftragt Mörder Banquo und seinem Sohn zu töten. Banquo wird ermordet, sein Sohn aber kann fliehen. Macbeth ist erzürnt. Am Abend eines Bankettes erscheint ihm der Geist von Banquo, sodass Macbeth in Todesangst gerät. Macbeth erkennt nun, dass er nicht mehr in den Zustand der Unschuld zurückkehren kann, sondern weiter morden muss bis sein Gewissen ihn nicht mehr plagen oder niemand mehr da ist, der ihm den Thron streitig machen kann.

Macbeth besucht noch einmal die Hexen und verlangt von ihnen, ihm seine Zukunft zu zeigen. Er muss leider sehen, dass Banquos Blutlinie wirklich bis in alle Ewigkeit weitergehen wird. Er selbst sei jedoch so gut wie unbesiegbar und nur durch eine unmögliche Verkettung von Ereignissen zu Fall zu bringen. Nach dieser Weissagung zeigt Macbeth keine Gnade mehr und regiert Schottland als Tyrann. Zu dem Verhängnis von Macbeth treten die unmöglichen Ereignisse zuletzt gegen alle Wahrscheinlichkeit doch ein als Malcolm, einer der Söhne des ermordeten Königs, mit Hilfe einer englischen Armee Schottland zurückerobert und Macbeth tötet.

Macbeth – Eine Interpretation

Shakespeare stellt in seinem Stück Macbeth die Frage, inwieweit der Mensch für seine Fehler und Sünden verantwortlich ist. In einem immerwährenden Kampf zwischen Gut und Böse muss sich der Mensch fortdauernd entscheiden, welchen Weg er wählt. Shakespeare ist dabei der Auffassung, dass der Mensch sich mit seiner begrenzten Wahrnehmungsfähigkeit weder auf Gott, noch auf den Teufel verlassen kann, weil er nicht in der Lage ist, den dahinterstehenden kosmischen Plan zu durchschauen. Der Mensch glaubt aber durch seine Vernunft zu wissen, was in der Welt passiert und wägt sich deshalb in falscher Sicherheit, die ihm am Ende das Genick bricht.

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