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Was isst…?

Nr.4 …Catalyst Cuisine

Der nächste Teil unserer Serie beschäftigt sich mit einer Neuheit der Ernährungstrends. Sie ist so neu, dass es neben seiner Erfinderin und einigen prominenten Unterstützern aktuell nur wenige Erfahrungsberichte gibt.

Wir stellen Ihnen die Catalyst Cuisine vor. Dieses Ernährungskonzept sucht nicht einfach danach, den Menschen schlanker und fitter zu machen, wie es verschiedene andere Ernährungskonzepte und Diäten tun. Die Catalyst Cuisine sucht, die Gesundheit der Person selbst zu verbessern.

Als Erfinderin dieses Trends gilt die US-Amerikanerin Irina Skoeries. Anfang der 2010er Jahre wurde, die in Santa Barbara, Kalifornien, USA wohnende, Irina Skoeries mit Rheuma und Arthritis diagnostiziert. Das ist bemerkenswert, weil sie gerade einmal 35 Jahre alt war. Anstatt ihre Krankheit nur mit Medikamenten zu behandeln, entschied sie sich dafür auch ihre Ernährung anzupassen. Ihr war es wichtig, sich gesund und nachhaltig zu ernähren – mit einem besonderen Fokus auf entzündungshemmende Lebensmittel. Die Wirkung ihrer starken Medikamente wollte Irina Skoeries nicht durch übermäßig viele Lektine in ihrem Körper mindern.

Denn gerade diese sind das Problem.
Lektine sind komplexe Proteine, die den Stoffwechsel in unseren Zellen beeinflussen und somit Einfluss auf unser Immunsystem nehmen können. Sie kommen in allen Hülsenfrüchten, aber auch in Getreide, Mais, sowie in allen Nachtschattengewächsen vor. Tomaten, Auberginen, Paprika, Kartoffeln sollten somit auch nicht verzehrt werden.

Auch der Verzehr von Milchprodukten sollten nach dem Konzept von Catalyst Cuisine vermieden werden. Das in Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch enthaltene Hormon „Beta-Casomorphin“ ähnelt für den Körper zu sehr der Struktur von Lektin und löst eine ähnliche Reaktion aus.

Wie wir in unseren voran gegangen Beiträgen bereits erwähnt haben, sind Früchte auch nur in Maßen gesund. Sie besitzen zwar Vitamine und Mineralien, dafür sind sie aber hochgezüchtete Zuckerbomben, die mehr als Süßigkeit angesehen werden sollten.

Sie, lieber Leser, wie auch Irina Skoeries, stellen schnell fest, dass so gut wie kein Lebensmittel unserer modernen Lebensmittelindustrie diesen Anforderungen gerecht werden kann. Davon ließ sich Irina Skoeries aber nicht entmutigen und entwickelte ihre eigene Küche und Ernährungsphilosophie – die Catalyst Cuisine, eine gesunde und vor allem lektinfreie Ernährung.

Was sagen wir dazu?

Ich habe unsere zertifizierte Ernährungsberaterin und Leiterin des Rückgrat Lörrach Elvira Zengerle gefragt, was von der Keto – Diät zu halten ist:

Ernährungsberaterin_Elvira

„Catalyst Cuisine klingt interessant. Es besitzt einige gute Ideen, wie zum Beispiel die Einschränkung von Kohlenhydraten und die Sonderrolle von Obst. Es ist im Grunde eine Art Zero Carb / High Protein – Diät mit der Besonderheit, Lektinen auszuweichen.

Ich kann allerdings nicht sagen, ob das dauerhaft auch wirklich funktioniert. Irina Skoeries beschreibt dieses Konzept 2016 zum ersten Mal in ihrem Blog. Seither gab es aber noch keine unabhängige Untersuchung, die ihre Behauptung nachgewiesen hätte. Die Diät scheint bei ihr selbst gut zu funktionieren.

Ich glaube, wenn man nicht wirklich krank ist, würde ich mich lieber ausgewogen mit gesunden Lebensmitteln ernähren. Ich rate immer, zu drei Malzeiten am Tag und zwischen den Malzeiten etwa fünf Stunden nichts zu essen. Das ist besser für den Blutzuckerspiegel. Alle diese Einschränkungen der Catalyst Cuisine kommen mir für einen gesunden Menschen extrem vor
“- Elvira Zengerle.

Vielen Dank Elvira für deine Einschätzung.
Für alle, die Catalyst Cuisine probieren wollen – hier ein sehr leckeres Rezept mit Lachs, Kokos und Salat.

Guten Appetit und bleiben Sie gesund!

Das Rezept

Kokos-Lachs

• Lachsfilet, circa 90 Gramm
• ein Ei
• 1/2 Tasse Kokosnussflocken (circa 100g)
• 2 Esslöffel Kokosnussmehl
• 3 Esslöffel Avocado Öl
• Salz

Salat

• Grüner Salat, kleingeschnitten (ungefähr zwei Tassen)
• 1/2 Zitrone
• 3 Esslöffel Olivenöl
• 1 Teelöffel rote Zwiebeln
• 1 Esslöffel Blaubeeren
• 1 Teelöffel Balsamicoessig
• 1 Esslöffel geröstete Mandelsplitter
• Salz

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Was isst…?

Nr. 3 …Keto?

In den aller meisten Diäten geht es darum, auf fettige Nahrungsmittel zu verzichten und viel Obst und Gemüse zu essen. Was wäre aber, wenn gerade Fett der Schlüssel zum Abnehmen wäre? Das gibt es wirklich. In diesem Monat stellen wir Ihnen die Keto – Diät vor. Die Keto – Diät setzt auf wenig Kohlehydrate und viele gesunde Fette.

Lebensmittel, die ansonsten vielleicht verpönt waren, sind nun völlig in Ordnung zu essen. Genießen Sie gesunde und ungesättigte Fette wie zum Beispiel rotes Fleisch, Steak, Bacon, Speck, Lachs, Forelle, Thunfisch, aber genauso in Butter, Sahne, Milch oder Käse. Weiterhin in Eiern, Nüssen, Avocados und kaltgepresstem Öl.

Bei der Keto – Diät ist es in Ordnung und Ziel, dass Ihre Ernährung zu mehr als der Hälfte aus ungesättigten Fetten besteht. Wie funktioniert das? Um zu beginnen reicht es aus, am Tag 20g Kohlenhydrate weniger zu essen. Von hier aus lässt sich das bis auf fast null zurückfahren. Normalerweise zieht Ihr Körper seine benötigte Energie aus der Verstoffwechselung von Fett und Glukose (Traubenzucker). Lassen Sie Zucker jedoch weg, zwingen Sie Ihren Körper auf einen Glukoseersatzstoff umzusteigen, den Sie in Ihrer Leber aus Fett produziert. Das sind die sogenannten Ketonkörpern und namens Geber für diese Diät.

Nach ein paar Tagen der Umstellung werden Sie mehr Energie, weniger Hunger und einen schnellen Gewichtsverlust spüren können. Um bei dieser Diät nicht zu zunehmen ist sehr, sehr wichtig, dass Sie möglichst alle Kohlenhydrate in Ihrer Nahrung vermeiden. Dazu gehören Pasta, Reis, Müsli, Hülsenfrüchte, Wurzelgemüse wie Kartoffeln und Karotten, alles was Einfachzucker enthält und Zuckerersatzstoffe. Somit Softdrinks, Kuchen, Früchte, Alkohol, Diätprodukte und Fertiggerichte.

Was sagen wir dazu?

Ich habe unsere zertifizierte Ernährungsberaterin und Leiterin des Rückgrat WOMAN Patricia Wagner gefragt, was von der Keto – Diät zu halten ist.

Patricia Wagner

„Die Keto – Diät hält was sie verspricht und wird besonders gerne von Kraftsportlern eingesetzt. Sie hilft Gewicht zu verlieren und mehr Kraft beim Training zu haben. Durch den hohen Proteinanteil, der mit dem Konsum von Fleisch und Fisch einhergeht, läuft man bei dieser Diät nicht Gefahr Muskelmasse zu verlieren.

Was mir nicht so daran gefällt, ist das man zu wenig Vitamine zu sich nimmt. Der Verzicht auf Obst ist notwendig, weil hier Kohlenhydrate und ganz besonders Fruchtzucker enthalten sind. Den Zucker will ich bei dieser Ernährung gerade nicht im Körper haben. Der Körper fängt sonst nämlich wieder an Glukose zu verbrennen und stattdessen Fett einzulagern. Genau das Gegenteil also von dem was ich will. Bei Rückgrat werben wir für eine ausgewogene Ernährung. Mit Obst und viel Gemüse. Hier wird zu stark auf einen Baustein der Ernährung fixiert. Außerdem hat die Keto – Diät eine ziemlich fiesen Jo-Jo-Effekt, wenn man die Diät absetzt. Ich habe so etwas schon mal ausprobiert. Deswegen halte ich die Diät für wenig alltagstauglich und zu extrem. Für den Einzelnen kann sie natürlich funktionieren“
– Patricia Wagner.

Vielen Dank Patricia für deine Einschätzung.

Für alle die eine Keto – Diät trotzdem probieren wollen, hier ein Rezept zu Ostern mit gesunder Avocado und Ei.

Guten Appetit und bleiben Sie gesund!

Avocado-Eier-Salat

  • 1 ½ Avocados
  • 4 hartgekochte Eier
  • ½ Zwiebel
  • 1 Chilli
  • Limettensaft
  • Olivenöl
  • Tomaten zur Dekoration
  • Schnittlauch zur Dekoration