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Eutonie Kurs im Verso

Meine Knochen und ich – Eutonie im Verso Resort

„Ein atmen. Ausatmen. Wir spüren jetzt unsere Fußgelenke“. So beginnt mein Eutonie-Kurs im Verso Premium-Resort an einem Freitagmorgen. Ich liege auf einer Bodenmatte auf dem Rücken und habe meine Arme und Beine von mir gestreckt.

Eutonie basiert auf den Methoden der Reformpädagogik. Es versteht sich weniger als ein Therapieverfahren für eine wie auch immer geartete Krankheit, sondern vielmehr als pädagogisches Konzept. Es sucht einen gesunden Rhythmus und einen Ausgleich in unseren Alltag zu bringen. Regelmäßiges Training sensibilisiert im Umgang mit dem eigenen Körper.

Unsere Kursleiterin Frau Weindl erklärt uns Teilnehmern Ihres Kurses, worauf sie achten sollen und welche Übung als Nächstes folgt. Dabei spricht Sie in einer langsamen und sehr weichen Stimme. Es ist angenehm Ihr zu zuhören. Ich fühle mich fast sofort entspannt und entschleunigt.

Eutonie geht auf die deutsche Rhythmik-Pädagogin Gerda Alexander (1908 – 1994) zurück. Sie entwickelte Übungen, die Verspannungen lösen und das Körpergefühl verbessern sollen. Der Name dieser Technik entnahm Sie von den griechischen Worten eu = wohl, recht, harmonisch und tonos = Spannung oder Druck. Am besten lässt sich diese Technik also mit „Wohlspannung“ übersetzen. Denn darum geht es.

Durch leichte Drehungen meiner Fuß-, Knie- und Hüftgelenke, bekomme ich ein Gefühl dafür, wie sich diese anfühlen. Ich spüre, wie beansprucht sie jeden Tag sein müssen. Im Liegen und auf allen Vieren arbeiten wir uns von den Fußspitzen bis zum Kopf nach oben durch. Unterwegs versuchen wir, unter Anleitung von Frau Weindl, möglichst viele Gelenke zu spüren und jene zu entspannen. Spüren scheint in allen Übungen das geflügelte Wort zu sein.

Bei der eutonischen Arbeit geht es nicht darum, „nur zu entspannen“, sondern um die Erarbeitung eines abgestimmten Spannungszustandes des Körpers.

Eutonie ist eine Methode für jedes Alter und jeden Menschen. Eutonie wirkt zum Beispiel bei Rückenschmerzen, Nervosität, Schlafstörungen, Muskelverspannungen oder zum Stressabbau. Gerda Alexander glaubte daran, dass sich Körperhaltung und psychisches Befinden gegenseitig beeinflussen. Die gelehrten Übungen sollen sich langfristig positiv auf das seelische Gleichgewicht des Menschen ausüben.

Wir legen uns warme Kirschkernsäckchen auf die Augen. Frau Weindl kommt herum und legt ihren Teilnehmern kleine hohle, Halbkugeln in die Handflächen. Sie sind mit Filz überzogen und fühlen sich angenehm warm und weich an. Zu einem späteren Zeitpunkt erhalten wir kurze Stäbe aus Bambus. Mit diesen klopfen wir uns sanft die Schenkel und Fußsohlen ab.

Eutonie Materialen

Eutonie Materialen

Durch die Arbeit mit unterschiedlichen Materialien verändert sich das Gefühl des Körpers für seine Umgebung. Außerdem massieren wir unsere Faszien und machen sie wieder elastischer. Dies tun wir für eine größere Geschmeidigkeit und Elastizität unseres Körpers. Ziel ist mehr Leichtigkeit in den Bewegungen zu bringen.

Nach 60 Minuten Kurs kann einiges aus den Ideen von Gerda Alexander bestätigen. Ich fühle mich tatsächlich viel entspannter und beweglicher.

Ich laufe, meines Körpers bewusster, durch den Raum und kann mir auch sehr gut vorstellen, mit Eutonie mein Körpergefühl weiterzuentwickeln. Das spüren von Gelenken ist nur der Anfang. Fortgeschrittene Menschen sind in der Lage ihre Knochen und sogar ihre inneren Organe zu erspüren.

Ein entspannter Morgen!

Unsere Eutonie – Kurse gibt es im:
Rückgrat Alter Zollhof, Montags 10.35 – 11.35 Uhr
Verso Premium-Ressort, Freitags 10.00 – 11.00 Uhr

Alles Gute Benjamin

*** YOGA-ABC ***

Z wie Zeichen:

Der Schüler erhält verschiedene Zeichen für seinen Fortschritt in der Meditation. Dies können neben dem Gefühl keine Sehnsucht mehr nach der Welt zu verspüren auch Freude und Glück sein. Häufig spüren die Schüler Ströme der Reinheit, des Lichts, der Glückseligkeit und der Erkenntnis zu sich hinfließen.

*** YOGA-ABC ***

W wie Wurzeln:

Die Wurzeln des Yogas liegen in Indien. Im Hinduismus und auch in Teilen des Buddhismus wird der Mensch als Reisender im Wagen des materiellen Körpers gesehen. Der Verstand ist hier der Kutscher und die fünf Sinnesorgane die Pferde. Der Fahrgast ist die Seele und das Kutschgeschirr das „Yoga“.

*** YOGA-ABC ***

V wie Vinyasa Yoga:

Vinyasa Yoga beinhaltet das gesamte Spektrum traditioneller Yogaübungen. Das Besondere an diesem Stil sind die fließenden Übergänge einer Yogastellung in die folgende, häufig über eine wellenartige Bewegung der Wirbelsäule, ideal um den Körper schonend auf die richtige Ausrichtung im späteren Halten der Position (»Asana«) vorzubereiten. Dieser Flow geschieht im Einklang mit der Atembewegung und wird mit der gleichen Achtsamkeit ausgeführt wie das Halten der Asanas. Die Verbindung von Spannung und Loslassen führt allmählich zur Entspannung in der Bewegung.

*** YOGA-ABC ***

U wie Upanishaden:

eine Sammlung philosophischer Schriften des Hinduismus. Wörtlich bedeutet das „Sich-in-der-Nähe-Niedersetzen“. Gemeint ist „sich zu Füßen eines Lehrers (Guru) setzen“. In diesen Schriften taucht Yoga in Form von Atemübungen und dem Zurückziehen der Sinne zum ersten mal auf.

*** YOGA-ABC ***

T wie Tiefenentspannung:

Anspannung und Entspannung sind Teil des natürlichen Lebensrhythmus. Mal wird Energie gewonnen und mal verloren. Durch Stress wird oft zu viel Energie entladen. Um uns zu regenerieren, müssen wir uns ganz bewusst entspannen. Hierbei werden Stresshormone abgebaut, der Kreislauf kommt zur Ruhe und das Immunsystem wird angekurbelt.

*** YOGA-ABC ***

R wie Religion:

Die Wurzeln des Yoga liegen zwar im Hinduismus und Buddhismus, allerdings wird Yoga von den unterschiedlichsten Menschen mit diversen Religionen praktiziert. Der frühere Gedanke Yoga zu praktizieren um dem spirituellen Ziel der Erleuchtung zu folgen, ist heute bei den meisten Personen unseres Kulturkreises gewichen. Es lassen sich aber auch in der Lehre einige Parallelen zu den Geboten anderer Religionen wie dem Christentum oder dem Islam feststellen. Yoga an sich ist allerdings keine Religion, sondern eine Lebensphilosophie, die sich auf das gesamte Menschsein bezieht.